Therapie

Die drei Leitlinien der Therapien in unserem Fachkrankenhaus:

Als überregionales Kompetenzzentrum bieten wir unseren Patienten alle anerkannten Therapiemethoden. Diese entsprechen modernsten wissenschaftlichen Standards.

Je nach Art und Schwere der Anfallserkrankung wählen wir die passende Therapie und stellen einen individuellen Therapieplan auf.

  • Bei jeder Behandlung einer Epilepsie steht die medikamentöse antiepileptische Therapie im Vordergrund. Da unsere Klinik an verschiedenen klinischen Studien teilnimmt, können Patienten ein Medikament auch schon vor dessen offizieller Zulassung bekommen.
  • Station 4 unseres Krankenhauses ist darauf spezialisiert, epilepsiechirurgische Eingriffe zu planen. Eine chirurgische Behandlung kommt für ca. 30% der Patienten, bei denen Medikamente nicht zu dauerhafter Anfallsfreiheit führen, in Frage. In der Epilepsiechirurgie arbeiten wir mit der Universitätsklinik Dresden zusammen.
  • Lässt sich die Epilepsie mit Medikamenten nicht gut behandeln und ist auch kein epilepsiechirurgischer Eingriff möglich, ist die Vagus-Nerv-Stimulation eine wirksame und gut verträgliche Alternative. Hierbei wird ein Schrittmacher im Halsbereich implantiert.
  • Um auch nicht-epileptische, psychogene Anfälle gut zu behandeln bietet die Abteilung für psychosomatische Epileptologie unserer Klinik ein spezielles Konzept an.
  • Insbesondere auf der Kinderstation kann zusätzlich überprüft werden, ob eine spezielle Ernährungsweise (ketogene Diät) die Anfallssituation verbessern kann.

Die Behandlung soll die gesamte Lebensqualität unserer Patienten verbessern.

Bei der Behandlung betrachten nicht nur die Anfallssituation: Jeder Patient erhält einen eigenen Therapieplan, der neben der medizinischen Therapie auch ergänzende Beratungen und Behandlungen umfasst. Dies folgt unserem ganzheitlichen Behandlungskonzept.

Folgende Zusatzangebote stehen zur Verfügung:

  • Beratung durch die Sozialarbeiter unserer Klinik zu beruflichen, rechtlichen und persönlichen Hilfen
  • Entspannungstherapie
  • Gruppentraining sozialer Kompetenzen
  • Erarbeiten von (verhaltenstherapeutisch orientierten) Maßnahmen, um Anfälle zu unterbrechen
  • Informationen zum Thema Epilepsie
  • Ergotherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Physiotherapie
  • Musiktherapie
  • Logopädie
  • pädagogische Beratung der Eltern
  • sozialmedizinische Beratung zu Themen wie Führerschein oder Rente
  • psychologische Beratung und Therapie (Gesprächstherapie, verhaltenstherapeutische Therapieansätze, Familien- und Angehörigengespräche)
  • neuropsychologische Beratung

Auch und gerade Patienten mit sehr schwer zu behandelnden Anfallserkrankungen sind bei uns richtig.

Die meisten Epilepsien lassen sich gut behandeln. Häufig ist dies ambulant oder im Rahmen eines kurzen Aufenthaltes in unserer Klinik möglich.
Es gibt aber auch Patienten mit sehr schwer behandelbaren Anfallserkrankungen. Da unser stationärer Bereich in sechs Behandlungsschwerpunkte gegliedert ist, können wir auch bei diesen sehr schweren Formen der Epilepsie sehr differenziert und wirkungsvoll arbeiten.

Einige Beispiele:

  • Wenn schon viele Medikamente versagt haben, ist häufig eine komplette Umstellung der Medikation notwendig. Da während dieser Umstellung das Anfallsrisiko steigt, ist ein stationärer Aufenthalt wichtig.
    Schwerpunkt: Allgemeine Epileptologie
  • Bei fokalen Epilepsien kann ein neurochirurgischer Eingriff Erfolg versprechen.
    Schwerpunkt: Epilepsiechirurgisches Programm
  • Wenn Epilepsie-Patienten zusätzlich körperlich, geistig oder psychisch behindert sind, stellen häufig bereits kleine Schritte große therapeutische Erfolge dar. Anfallskontrolle, die Verträglichkeit der Medikamente, diagnostische Sicherheit oder die Behandlung gleichzeitig auftretender Erkrankungen (Komorbidität) führen oft zu mehr Lebensqualität der Patienten und mehr Sicherheit bei den Bezugspersonen.
    Schwerpunkt: Epileptologie bei komplexen Behinderungen
  • Ursache für eine unzureichende Behandlung einer Anfallserkrankung ist mitunter eine ungenaue oder unsichere Diagnose. Im Intensivmonitoring stehen uns vielfältige diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung, um die Diagnose zu sichern und den Therapieplan anzupassen.
    Schwerpunkt: Intensivmonitoring
  • Kinder und Jugendliche, die unter schwer behandelbaren Epilepsien und gleichzeitig unter psychischen Problemen leiden, betreuen wir multiprofessionell. Das bedeutet, dass zusätzlich zur Anfallsbehandlung vor allem Information und Beratung der Kinder und Familien zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Die Kompetenzen wachsen, und die Last der Erkrankung nimmt ab.
    Schwerpunkt: Kinder- und Jugendepileptologie
  • Eine große therapeutische Herausforderung stellen häufig nicht-epileptische, psychogene Anfälle dar. Der psychosomatische Schwerpunkt unserer Klinik bietet hierfür ein spezielles Behandlungskonzept an.
    Schwerpunkt: Psychosomatische Epileptologie

Nähere Informationen zu den Schwerpunkten unserer Arbeit:


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Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe:


Kleinwachau - Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg gemeinnützige GmbH | Wachauer Straße 30 | 01454 Radeberg

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