Unter Psychosomatik versteht man das Zusammenspiel körperlicher und psychischer Faktoren. In der psychosomatischen Epileptologie arbeiten wir nach einem besonders umfassenden Konzept. Da Epilepsie und psychische Erkrankungen (z.B. Ängste, Depressionen oder auch nicht-epileptische Anfälle) oft gemeinsam auftreten, ist uns diese Herangehensweise wichtig geworden.
Auch Patienten, die ausschließlich psychogene nicht-epileptische (dissoziative) Anfälle haben, können wir nach diesem Konzept erfolgreich behandeln.
Ziele unserer Arbeit können neben der Anfallsfreiheit auch sein, die eigene Erkrankung besser zu verstehen und kompetenter mit ihr umzugehen. Wir hoffen, gemeinsam mit den Patienten deren Lebensqualität zu verbessern. Wir arbeiten im medizinischen, psychotherapeutischen und pflegerischen Team zusammen und legen besonderen Wert auf die psychotherapeutischen Angebote (Verhaltenstherapie, Gestaltungstherapie, Training sozialer Kompetenzen, Erlernen eines Entspannungsverfahrens u.a.). Je nach Bedarf bieten wir selbstverständlich eine umfangreiche sozialmedizinische Beratung durch unseren Sozialdienst an. Von unseren Patienten haben wir gelernt, wie wertvoll auch der Austausch und die gemeinsamen Aktivitäten im Stationsalltag sind.
Unterstützend nutzen wir das gesamte Angebot unserer Klinik an Diagnostik und Therapie.
"...nicht dem Körperlichen weniger, sondern dem Seelischen mehr Aufmerksamkeit schenken" (nach E. Weiss & O. Sp. English)

