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Aktionstag „Barrierefreiheit“

junge Leute beim Test des Altersanzuges im Gelände und beim TreppensteigenMitarbeiter, Studenten und Bewohner beim Test verschiedener RollstühlePräsentation der Entwürfe in der Kleinwachauer KircheDiana Wenzel und Maria Wagner waren die Gewinnerinnen des Publikumspreises

Ein LEBEN OHNE HINDERNISSE - das ist unsere Vision. Und dieser VISION sind wir nun ein kleines Stück näher gekommen. Ein erlebnisreicher Tag voller Selbsterfahrung und Inspiration liegt hinter uns. Ein Tag, der nur durch die Hilfe von starken Partnern möglich war. Allen voran stehen die 13 Studenten vom Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden. In einem einzigartigen Projekt befassten sie sich in den letzten 4 Monaten mit der Aufgabe, Konzepte zur Beseitigung von Barrieren auf dem Gelände des Epilepsiezentrums zu finden. Innovative Ansätze ohne Budgetgrenzen waren dabei gefragt. Die Studenten analysierten das bestehende Wegesystem, die wichtigsten Wegeverbindungen zwischen Krankenhaus, Werkstatt und Wohnungen. Sie bewerteten auch die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Wege, die sich aufgrund der Höhenunterschiede teils deutlich unterscheiden. Nicht zuletzt warfen sie auch einen Blick auf die Beschaffenheit der Bodenbeläge, also auf Asphalt und Pflastersteine. Ein weiterer Teil des Projektes war die Neugestaltung des Seniorengartens am Talhaus. Wichtig bei der Planung war hierbei, dass sich die älteren Menschen in dem Garten gut aufgehoben fühlen. Dabei mussten die Studenten darauf achten, dass sie Handläufe einplanen, Stufen vermeiden und den Garten optisch begrenzen. In ihren eindrucksvollen Präsentationen ernteten die Studenten viel Beifall und ihre Konzepte wurden umfangreich diskutiert.

In einem ebenso spannenden Begleitprogramm konnten die Besucher testen, wie sich Barrieren wirklich anfühlen. Die Firma MEDITECH Sachsen zeigte mit einem umfangreichen Angebot an Rollstühlen und Rollatoren, welche Angebote es an Hilfsmitteln derzeit auf dem Markt gibt. Neben extrem leichten Rollstühlen beeindruckte vor allem ein elektrischer Rollstuhl, der über einen Joystick mit dem Kinn gesteuert wird. Unsere Mitarbeiter und auch die Landschaftsarchitektur-Studenten nutzten die Gelegenheit und testeten einfach alle Geräte. Bei diesem Testparcours fiel dem einen und anderen eine Barriere auf, die er nur aus dieser ungewohnten Perspektive erkennen konnte.

Der Publikumsmagnet war ein Altersanzug der Evangelischen Hochschule Dresden. Mit Gewichten gefüllt verwandelte er seinen Träger binnen kürzester Zeit in einen alten Menschen. Mit diesem Gefühl der Muskelschwächung konnten unsere Mitarbeiter und Gäste ein wenig mehr verstehen, wie sich unsere älteren Bewohner wohl fühlen müssen. Frau Viola Schmidt von der Evangelischen Hochschule Dresden zeigte dabei auch auf die Schwierigkeiten des Alltags im Alter hin: Gemüse schneiden und Süßigkeiten aus der Verpackung nehmen - alles gar nicht so einfach mit so viel Gewicht am Arm. Und zusätzlich hatte sie auch Brillen im Gepäck, die eine Netzhautablösung oder auch Glaukome visualisieren.

Es war für unsere Einrichtung ein gelungener Tag. Und wir sind um eine Erfahrung reicher: die beste Art Barrieren abzubauen ist, sie selbst zu erfahren!

Meldung vom: 26.07.2013


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