"Jungen und Mädchen unter sich"
1. Pädagogische Ziele
2. Welches Angebot ist für wen geeignet?
3. Finanzierung des Projektes
4. Perspektiven und Nachhaltigkeit
1. Pädagogische Ziele
Jungen unter sich oder Mädchen unter sich - diese Zeiten und Erlebnisse brauchen Heranwachsende genauso wie gemeinsam verbrachte Freizeit.
Gemeinsam verbrachte Zeit und Freizeit gehört heutzutage ganz selbstverständlich zum Schulalltag, an nahezu allen Unternehmungen und Projekten sind Mädchen und Jungen gleichermaßen beteiligt.
Angebote, die nur von Jungen oder nur von Mädchen wahrgenommen werden, haben einen völlig anderen Stellenwert: Sie ermöglichen eine Vermittlung von geschlechterspezifischen Inhalten und den dazugehörigen Erfahrungsaustausch.
Jugendlichen Schülerinnen und Schülern unserer Schule soll in Form eines speziellen Projekts von 3 bis 4 Tagen ermöglicht werden, „unter sich zu sein“, gleichsam zu arbeiten, Geschaffenes anzuerkennen, Erfolgserlebnisse zu feiern.
Es geht um:
- Erfahrungsaustausch zu geschlechtsspezifischen Themen
- Spiegelung des eigenen ICH im Gegenüber
- Toleranter Umgang und würdevolles Miteinander
- Erleben von Gemeinschaft, Teamarbeit
- Gemeinsam etwas schaffen und stolz darauf sein
2. Welches Angebot ist für wen geeignet?
Mädchen im jugendlichen Alter orientieren sich verstärkt an Themen wie Mode, Pflanzen- und Tierwelt, Musik und Tanz. Jungen orientieren sich in der Mehrzahl an den „typischen“ Männerthemen wie Kraft, Mut, Technik. Ziel unserer pädagogischen Maßnahmen ist es, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen in ihren Stärken und Neigungen zu fördern, egal ob es sich um ein traditionell männliches oder weibliches Thema handelt.
3. Finanzierung des Projektes
Das von uns geplante Jungen- bzw. Mädchencamp können wir ausschließlich über Spendengelder finanzieren.
4. Perspektiven und Nachhaltigkeit
Den hohen Stellenwert des praktischen Arbeitens erfahren wir als Pädagogen in der täglichen Arbeit mit unseren Jugendlichen. Für viele junge Menschen ist die Unabhängigkeit von Hilfen und Unterstützung oberstes Ziel. Mit sichtbarem Stolz verweisen sie auf ihre Selbständigkeit, ihre Routine in erlernten Arbeitsprozessen und das „Im-Griff-Haben“ ihres Lebens. Ein geschlechterspezifisches Angebot geht auf spezielle Themen ein, wie unter 1. (Pädagogische Ziele) beschrieben. Daher besitzt dieses Projekt sehr hohe Bedeutung für die Entwicklung hinsichtlich des Sozialverhaltens, im Umgang mit dem eigenen Geschlecht und der Sexualität. Das Erleben der vertrauten Pädagogen außerhalb der Schule und der „Genuss“ von speziell auf sie zu geschnittenen Themen stellt eine nachhaltige Erfahrung in der Entwicklung der Jugendlichen dar, die Perspektiven eröffnet. Durch den neuen bzw. anderen Blickwinkel sind aufgrund der vertrauensbildenden Maßnahmen weitere Fortschritte, nicht nur hinsichtlich der sozialen Kompetenzen, zu erwarten.


