Aktuelle Meldungen

Theater der Schmetterlinge

Mädchen mit Headset bei der Probe

Bei den Proben

Im Vordergrund: Rodolfo, im Hintergrund Schattentheater

Rodolfo betrachtet das fantasievolle Schattentheater.

3 Mädchen im Schmetterlingskostüm

Die frisch geschlüpten Schmetterlinge

Rosstuhlfahrerin im Kostüm

Was gibt es Schöneres als im Kostüm auf der Bühne dabei zu sein!

Rodolfo aus der Werkstatt der Insektenmacher hat einen Traum. Von einem Wesen so schön wie eine Blume und leicht wie ein Vogel. Nun ist er zusammen mit seiner Freundin Fedora auf der Suche. Er schaut sich in der Natur um und sucht nach Ideen, wie er seinen Traum verwirklichen kann.

Rodolfo-Darsteller Tom Brietenhagen spielt seine Rolle mit Hingabe. Wie alle anderen jungen Schauspieler auch bewegt er sich ganz selbstverständlich auf der Bühne, auch der Text ist sicher. Rodolfo und Fedora (Caroline Schöne) müssen außer ihren eigenen Rollen auch den Gesamtablauf im Blick haben, denn ab und zu sind sie auch Starthelfer für die Auftritte anderer. Nacheinander tummeln sich auf der Bühne allerlei Pflanzen und Tiere, die fantasievolle Gestaltung all der farbenprächtigen Kostüme lässt das Publikum staunen. Aber auch Musik und Tanz gibt es im Stück. Ein wunderschöner Beitrag ist der Auftritt der Tanzgruppe der Grundschule Liegau-Augustusbad. Doch nicht nur vor - auch hinter der Bühne spielt sich so einiges ab: Schattentheater und Taschenlampeninstallationen sorgen für magische Momente.

Inspiriert von so viel Schönheit hat Rodolfo endlich die Idee, wie er seinen Traum verwirklichen kann. So entstehen die Schmetterlinge. Es ist beindruckend zu erleben, wie geschmeidig sich die kleinen Tänzerinnen zunächst in ihren Raupen-Anzügen bewegen und später daraus als tanzende Schmetterlinge hervorschlüpfen.

Alle der ca. 60 Kleinwachauer Schülerinnen und Schüler hatten im Stück eine Rolle oder eine Funktion, ob auf oder hinter der Bühne, als Kostümbildner, Kulissenbauer oder Techniker.

Das Theaterprojekt bewegt die Schule schon eine ganze Weile, bereits zum Schuljahresstart gab es erste Vorbereitungstreffen und Ideensammlungen. Die Hauptarbeit jedoch wurde in der Theaterprojektwoche geleistet, die der Aufführung voraus ging.

„Dabei hatten wir professionelle Hilfe", erzählt Schulleiterin Ilona Lisowski. „Das Projekt wurde vom Theaterpädagogen Frank Hohl vom Theaterpädagogischen Zentrum Dresden begleitet. Zusammen mit seiner Assistentin Kathrin Wiedemann beriet er und übte mit uns, ließ sich seinerseits stark von den Fähigkeiten der Schüler inspirieren. Die Zusammenarbeit mit den „Theaterleuten" machte große Freude."

Auch der Theaterpädagoge Frank Hohl ist begeistert vom Teamwork mit den Kleinwachauern. „Alle waren sehr engagiert, haben sich vom Stück inspirieren lassen und hatten tolle Einfälle für Beiträge, Kostüme und Kulissen. Die Schüler haben sehr unbefangen auf der Bühne agiert und auch selbst gute Ideen für ihre Requisiten beigesteuert. Die Aufführungen sind prima gelungen!"

Neben den farbenfrohen Bildern und dem Applaus der Gäste bleiben für die Schülerinnen wichtige Erfahrungen, denn „Theaterspielen macht Spaß und strengt an", fasst Ilona Lisowski zusammen. „Wir schlüpfen in andere Rollen. Wir denken uns in eine andere Welt hinein. Die Probentage laufen anders ab als ein gewöhnlicher Schultag - das ist das Anstrengende. Und das Aufregende, Schöne ist: wir verkleiden uns. Wir treten vor Publikum auf. Wir beschäftigen uns mit Technik, Material, mit dem Inhalt des Stückes und mit der Entstehung einer Inszenierung und einer Aufführung. Durch die Arbeit in Gruppen und die Zusammenführung ihrer Ergebnisse zu einem Ganzen können die Förderschüler etwas über die Komplexität unserer Welt erfahren.

Das Wichtigste allerdings ist für die Schüler die Außenwirkung einer Theateraufführung. Wir bekommen Gäste. Alle schauen zu, jeder gibt sich große Mühe.

Als Schule machen wir durch die öffentlichen Aufführungen auf unsere Schule und die unterschiedlichen Begabungen unserer Schüler aufmerksam. Und zu unserer großen Freude beteiligte sich die Tanzgruppe der Grundschule Liegau-Augustusbad an der Aufführung, so dass aus dem Projekt ein gemeinsames Erlebnis wurde!"

Meldung vom: 08.05.2015


Kleinwachau - Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg gemeinnützige GmbH | Wachauer Straße 30 | 01454 Radeberg

Logo