Leitbild

Wer wir sind.

Wir sind eine gemeinnützige diakonische Einrichtung mit ambulanten und stationären Angeboten für Menschen mit Epilepsie sowie für Menschen mit Behinderungen. Wir beraten, behandeln, fördern, assistieren, pflegen, lehren und lernen, leben und arbeiten miteinander. Wir tun dies in fünf Bereichen: Wohnen (mit unterschiedlichen Wohnformen), im Fachkrankenhaus für Neurologie, in der Beratungsstelle für Menschen mit Epilepsie, in der Werkstatt für behinderte Menschen und in einer Förderschule (G) für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderungsbedarf.

An wen wir uns wenden.

Wir wenden uns an Menschen mit Epilepsien sowie an Menschen mit Behinderungen, die in unterschiedlicher Weise der besonderen Hilfe, Unterstützung und Assistenz bedürfen. Wir schaffen Rahmenbedingungen, in denen die Persönlichkeitsentwicklung gefördert und ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Wir setzen uns für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft ein. Wir vertreten dieses Anliegen auch gegenüber den politischen Verantwortlichen, damit Ausgrenzung weiter abgebaut und Teilhabe ermöglicht wird.

Für welche Überzeugungen und Werte wir stehen.

Grundlage unserer Arbeit ist das christliche Menschenbild, das für uns seinen Ausdruck findet im diakonischen Profil unserer Einrichtung. Wir verstehen uns als Christen, handelnd in der Ehrfurcht vor dem Leben. Wir schaffen in unserer Arbeit eine Atmosphäre des Vertrauens, in der es keine „Fälle", sondern Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Wegen gibt. Wir treten ein für die Anerkennung der Würde eines jeden Menschen, die nicht daran gebunden ist, was der Einzelne kann und leistet.

  • Wir orientieren uns bei Personalentscheidungen an den Loyalitätsrichtlinien der EKD und des Diakonischen Werkes.
  • Wir achten die Würde des Menschen. Nicht konfessionell geprägte Mitarbeiter, Bewohner, Werkstattbesucher, Patienten, Schüler und Gäste erfahren in Kleinwachau Wertschätzung.
  • Es ist Teil unseres Auftrages, alle Mitarbeiter mit den christlich-diakonischen Grundsätzen unserer Arbeit vertraut zu machen. Daher laden wir Mitarbeiter ohne Kirchenzugehörigkeit zu Grundkursen des Glaubens ein.
  • Das Seelsorgeangebot ergeht an alle in Kleinwachau lebenden und arbeitenden Menschen. Seelsorge ist Teil der medizinisch-therapeutischen Zuwendung.
  • Andachten werden regelmäßig in allen Bereichen durchgeführt. Tischgebete, Gottesdienste, Feste und Feiern haben Angebotscharakter. Unsere kirchlichen Veranstaltungen sind offen für Bewohner, Patienten, externe Werkstatt-beschäftigte, Schüler, Mitarbeiter und Gäste.
  • Der Umgang mit Sterbenden und Trauernden geschieht in der Wahrung der Würde des Menschen und dessen individuellen religiösen Bedürfnissen.
  • Das äußere Erscheinungsbild der Einrichtung und ihrer Mitarbeiter sowie ihre Umgangsformen tragen dem diakonischen Charakter Kleinwachaus Rechnung.

Wie wir arbeiten.

Wir stellen moderne, den Lebensbedürfnissen der Bewohner, Patienten, Werkstattbeschäftigten und Schüler entsprechende Angebote für Wohnen, Therapie, Arbeit und Unterricht bereit. Unsere Arbeit zeichnet sich durch Fachlichkeit und Engagement aus. Wir fördern die ehrenamtliche Mitarbeit in unserer Einrichtung. Im gleichberechtigten Miteinander ist unsere bereichsübergreifende, interdisziplinäre Arbeitsweise ganzheitlich orientiert. Die Weiterentwicklung unserer Kompetenzen ist eine Aufgabe der gesamten Einrichtung. Dies sichern wir durch Qualitätsmanagement, externe Fortbildungen sowie durch die Anwendung zeitgemäßer Methoden und Verfahren. Wir begreifen uns als lernende Organisation, die offen ist für Veränderungen.

Mit wem wir kooperieren.

Als Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, in der AG Diakonischer Epilepsiezentren und im Bundesverband evangelischer Behindertenhilfe arbeiten wir mit anderen Einrichtungen und Fachdiensten zusammen, die unsere Leistungen ergänzen und fortführen. Als Konsultations- und Kompetenzzentrum pflegen wir Kontakte zu anderen Zentren und Organisationen im In- und Ausland. Wir sind Partner des Sozialstaates. Durch vertragliche Vereinbarungen sind wir in das regionale Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen eingebunden. Wir wollen Kontakte zu Kirchengemeinden erhalten und weiter ausbauen.

Wie wir miteinander umgehen.

Wir sind eine diakonische Dienstgemeinschaft. Wir begegnen einander mit Achtung, Wertschätzung und Toleranz. Unsere Zusammenarbeit wird geprägt durch:

  • fachlich-qualifizierte persönliche Leistung
  • partnerschaftliche Zusammenarbeit
  • Engagement im Team sowie Förderung der Eigeninitiative
  • offene und konstruktive Kommunikation
  • die Bereitschaft, Kritik anzunehmen und aus Fehlern zu lernen
  • eine transparente Informationspolitik
  • die Förderung von Vertrauen und Ehrlichkeit im Umgang miteinander

Wie wir Leitung verstehen.

Wir praktizieren einen aktiven Informationsaustausch und die Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Wir fördern und fordern Mitarbeitende und würdigen ihre Arbeit. Durch die Delegierung von Verantwortung ermöglichen wir eine Identifikation mit dem gemeinsamen Anliegen.

Wie wir wirtschaften.

Wir arbeiten als gemeinnützige diakonische Einrichtung nach betriebswirtschaftlichen sowie ökologischen Grundsätzen. Wir gehen mit den verfügbaren Ressourcen sparsam um. Wir sorgen dafür, dass zur Umsetzung unserer Arbeit eine gesunde wirtschaftliche Basis erhalten bleibt. Wir verstehen ökonomische Zwänge und den zunehmenden Wettbewerb als Herausforderung an die Qualität unserer Arbeit.

Wie es weitergeht.

Wir bleiben unserer kirchlich-diakonischen Tradition verpflichtet. Wir wollen bewahren, indem wir verändern. Bestehendes wird von uns kritisch hinterfragt. Das Qualitätsmanagement wird weiter ausgebaut. Wir erarbeiten in allen Bereichen neue zukunftsfähige Konzepte, die über den gegenwärtigen Zustand hinausweisen. Dazu gehört ein pädagogisches Gesamtkonzept.
In Kooperation mit der Universitätsklinik Dresden werden alle anerkannten diagnostischen und therapeutischen Angebote für anfallskranke Menschen vorgehalten. Die Wohnbereiche bauen ihre Angebote entsprechend der Erwartungen und Hilfebedarfe der betreuten Menschen mit Epilepsien und Intelligenzminderungen weiter aus. Sie bieten individuelle Betreuungs- und Fördermöglichkeiten und orientieren die Unterstützung an dem Ziel einer Eingliederung in die Gesellschaft. Die Kleinwachauer Werkstätten entwickeln ihre Angebote der beruflichen Rehabilitation und ihre differenzierten Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen und für Menschen mit Epilepsien in Qualität und Quantität weiter und festigen damit ihre Stellung als Regionalversorger im Dresdner Norden. Mit der Fortschreibung und Verwirklichung des Schulprogramms orientieren sich die Förderschule (G) und die Krankenhausschule an modernen pädagogischen Konzepten in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderungsbedarf. Sie beteiligen sich an der Erarbeitung und Umsetzung einer pädagogischen Gesamtkonzeption für das Sächsische Epilepsiezentrum Radeberg.

In weiteren Bereichen werden wir aktiv tätig sein:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Abbau von Vorurteilen und Stigmatisierung von Menschen mit Epilepsie mit und ohne Behinderung
  • Aufbau einer medizinischen und sozialen Rehabilitation
  • wissenschaftliches Arbeiten

Wie wir mit dem Leitbild umgehen.

  • Unser Leitbild ist Wegweiser, Ermutigung und Verpflichtung im Alltag.
  • Wir wollen an unserem Leitbild gemessen und darauf angesprochen werden.
  • Unser Leitbild wird ständig weiter entwickelt.

Radeberg, 03. Dezember 2007

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Vision Kleinwachau 2015: Zur nachhaltigen Sicherung und Entwicklung Kleinwachaus


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