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Erster Spatenstich

2 Frauen und ein Mann vor einem Bagger graben mit roten Spaten in der Erde und lächeln in die Kamer

Vize-Landrat Udo Witschas, Kleinwachauer Geschäftsführer Martin Wallmann, Staatssekretärin Regina Kraushaar, Wohnbereichsleiter Rudolf Möller, Bewohnervertreterin Silke Kollath (v. li.)

Eine blonde Frau steht an einem Rednerpult vor einer Bauplane, auf der ein Haus zu sehen ist

Für Regina Kraushaar gehören auch Geborgenheit und Gemeinschaft zum selbstbestimmten Leben im Alter

Am 4. Oktober wurde im Epilepsiezentrum Kleinwachau der erste Spatenstich für das neue „Tannenhaus" gesetzt. Damit beginnen die Bauarbeiten für ein modernes Doppelhaus, das ab Mitte 2020 eine Kombination aus Wohn- und Pflegeheim bieten wird.

In der einen Haushälfte werden 20 Wohnangebote für Menschen mit Epilepsie und schweren Behinderungen realisiert. Die andere Hälfte soll Platz für eine Pflegeeinrichtung mit ebenfalls 20 Plätzen bieten. Hinzu kommen fünf Zimmer, die für eine Verhinderungsbetreuung genutzt werden. So können behinderte Menschen zum Beispiel während der Urlaubszeit der Angehörigen betreut werden.

Der rund 5,9 Millionen EUR teure Neubau wird komplett barrierefrei und aktuellsten Standards entsprechen. Er wird zudem vollständig mit Einzelzimmern und individuellen Sanitärzellen ausgestattet sein. Anschlüsse für die Installation von Miniküchen werden ebenfalls vorbereitet. So können die Apartments später unkompliziert zu ambulanten Lösungen erweitert werden.

Der Freistaat Sachsen fördert den Bau mit ca. 2,9 Millionen EUR. So ließ es sich Staatssekretärin Regina Kraushaar nicht nehmen, beim ersten Spatenstich selbst mit anzupacken: „Gute Pflege beginnt mit Respekt - Respekt vor der Lebensleistung der altgewordenen Menschen und Respekt vor ihren Wünschen und Bedürfnissen, wenn sie unsere Hilfe, Unterstützung und Pflege benötigen. Umso mehr gilt dies für Menschen mit Behinderungen, denn auch sie wollen bei Pflegebedürftigkeit ihre Teilhabe weiter verwirklichen. Mit dem neuen Tannenhaus entsteht hier in Kleinwachau ein Haus, das diesen Anspruch an eine gute Pflege einlöst. Ich freue mich sehr, dass den älteren, pflegebedürftigen Menschen die bisherige Geborgenheit und Privatsphäre auch in Zukunft erhalten bleibt. Ich danke allen, die sich für dieses Angebot stark gemacht haben und gemeinsam um die beste Lösung gerungen haben. Und ich danke all jenen, die diese Pflege leisten und dabei mit Herz und Verstand für die Menschen da sind", betonte Staatssekretärin Regina Kraushaar. 

Das Tannenhaus soll das Spektrum im Epilepsiezentrum Kleinwachau also um ein neues Pflegezentrum für Menschen mit komplizierten Epilepsien erweitern. Geschäftsführer Martin Wallmann sagt über die Beweggründe: „Bei uns leben Personen, die im höheren Alter oft pflegebedürftig werden. Wir möchten nicht, dass diese Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld plötzlich umziehen müssen. Schließlich haben wir hier in Kleinwachau die beste medizinische Versorgung, mit Notfall-EEG und Fachärzten direkt vor Ort. Es ist menschlich einfach der richtige Schritt. Wir wollen die Pflegeplätze hier vor Ort haben."

Meldung vom: 02.10.2018



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