Jahresspendenprojekt 2019

Helfer auf vier Beinen

Ein junger Mann sitzt hoch oben auf dem Pferd, lacht fröhlich und singt laut. Er ist konzentriert und streichelt behutsam das Pferd, das ihn trägt. Noch vor wenigen Minuten war er unruhig, ihn quälte richtig schlechte Stimmung. Manchmal ist das so, er weiß selbst nicht genau warum. Dann kann er seine Kräfte schlecht steuern, boxt andere oder auch sich selbst und schimpft laut. Die Anderen haben Angst vor seinen Launen und gehen ihm aus dem Weg. Das macht ihn noch trauriger.
Doch das Pferd weicht ihm nicht aus. Geduldig wartet es, und auch der junge Mann beruhigt sich. Er weiß, das Tier ist stark. Davor hat er Respekt. Aber er spürt auch: Das Tier ist unvoreingenommen, lehnt ihn nicht ab. Es wird ihn tragen. Das tut ihm gut. Also versucht er, sich zu beherrschen. Und es klappt, wieder einmal.

Ein Mann sitzt auf einem Pferd und lacht. Das Pferd wird geführt von einer Frau.

„So geht es vielen Menschen mit Behinderungen, deren soziales Verhalten beeinträchtigt ist", weiß Sophia Buchheim. Im Epilepsiezentrum Kleinwachau betreut sie schwerst-mehrfach behinderte Menschen.
Sie reitet selbst und kennt sich gut aus mit Pferden. „Gerade auf Menschen, die ihr Verhalten schwer steuern können, haben die Tiere eine ausgleichende Wirkung", erklärt sie und fährt fort: „Sie geben Halt und Nähe. Die schaukelnde, gleichmäßige Bewegung erfordert einerseits Körperbeherrschung und Konzentration, beruhigt aber auch. Die erhöhte Position verändert die Perspektive, verleiht Übersicht und stärkt das Selbstbewusstsein."
Wer diese wertvolle Erfahrung ab und zu machen kann, verändert mit der Zeit auch das Verhalten zu seinen Mitmenschen, ist ausgeglichener und aufmerksamer. Auch Menschen mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen profitieren vom Kontakt zu den Pferden: Die Körperwahrnehmung wird verbessert, der Gleichgewichtssinn trainiert und Verspannungen lösen sich.

Auch der Kontakt zu anderen Tieren hat diese positive Wirkung. In der Kleinwachauer Förderschule wird daher gerade der Einsatz eines Schulhundes vorbereitet. Der Hund kann für Stressabbau sorgen, entspannt viele Situationen, nimmt Ängste und fördert die Kommunikation. Die Schüler lernen, dass sie ruhig auf das Tier zugehen und deutlich sprechen müssen. Auch verschlossene Kinder öffnen sich in der Gegenwart des Tieres. Ein Pausengang mit dem Hund ist nicht nur eine wohltuende Auszeit vom Schulalltag. Wenn man selbst ein Tier führt, muss man ruhig und konzentriert sein und auf viele Dinge achten. Dabei lernen die Schüler, Verantwortung zu übernehmen - und das macht auch noch großen Spaß.

Für die Schulhund-Ausbildung und die Reitstunden entstehen Kosten, die nicht durch Fördergelder gedeckt werden können. Hier können Sie uns konkret unterstützen. Mit Ihrer finanziellen Hilfe möchten wir diese wichtigen Angebote weiterführen und ausbauen.


Spendenkonto:

Zahlungsempfänger Förderverein Epilepsiezentrum Kleinwachau e.V.
IBAN DE25 3506 0190 1615 9600 94
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Verwendungszweck Helfer auf vier Beinen

Falls Sie es wünschen, geben Sie bitte im Verwendungszweck auch Ihre Anschrift mit an. So können wir Ihnen eine Spendenquittung ausstellen und Sie darüber informieren, was Ihre Spende bewirkt hat. Sollte der Platz auf dem Überweisungsträger nicht ausreichen, senden Sie bitte eine separate E-Mail an uns.

Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen!

Ansprechpartner

Alexander Nuck

Foto Alexander Nuck, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abteilung:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon:
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Fax:
(03528) 431-1030
E-Mail:
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Ein Mädchen führt einen Hund an der Leine. Sie hat Spaß dabei.

Angelique Lennartz genießt die Auszeit vom Schulalltag beim Spaziergang mit dem Schulhund.



Kleinwachau - Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg gemeinnützige GmbH | Wachauer Straße 30 | 01454 Radeberg

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