Förderungen von Bund und Ländern
Abläufe und Dokumentationen optimieren
Mit dem 2020 verabschiedeten Krankenhauszukunftsgesetz wurden die Digitalisierung und eine moderne technische Ausstattung der Krankenhäuser gefördert. Im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) stellte der Bund Fördermittel in Höhe von drei Milliarden Euro zur Verfügung, die Länder 1,3 Milliarden Euro.
Unser Förderantrag auf Förderung aus dem Krankenhauszukunftsfonds wurde für diese Fördertatbestände bewilligt:
- Fördertatbestand 2: Patientenportal
- Fördertatbestand 3: Pflege- und Behandlungsdokumentation
- Fördertatbestand 5: Medikationsmanagement
- Fördertatbestand 6: Krankenhausinterner digitaler Leistungsprozess
- Fördertatbestand 10: IT- und Cybersicherheit
Aufgaben und Planungen
Unsere Projektinhalte
Mit den Mitteln des Krankenhauszukunftsfonds haben wir folgende Vorhaben umgesetzt:
- die Einführung eines Patientenportals, welches ein Online-Terminmanagement, ein digitales Aufnahme- und Entlassmanagement sowie das Überleitungsmanagement von Patienten:innen zu nachgelagerten Leistungserbringern ermöglicht. Ziel war hierbei, den digitalen Informationsaustausch zwischen Leistungserbringern, Leistungsempfängern sowie Pflege- oder Rehabilitationseinrichtungen und Kostenträgern vor, während und nach der Behandlung zu gewährleisten.
- die Einführung einer digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation. Damit werden Pflege- und Behandlungsdaten sowie Leistungsanforderungen und Befunde bereichsübergreifend überall dort für alle am Behandlungsprozess beteiligten Personen abrufbar, wo sie im Rahmen der klinischen Versorgungskette benötigt werden, beispielsweise bei der Aufnahme der Patienten:innen, bei der pflegerischen, medizinischen und therapeutischen Behandlungsdokumentation, bei der Visite, beim EEG und bei der Entlassung von Patienten:innen.
- ein durchgehend digitales Medikationsmanagement in interoperablen Systemen. Damit wird sichergestellt, dass alle am Prozess beteiligten Personen dank eines umfassenden, transparenten und digitalen Medikationsprozesses ständig auf die aktuellen Informationen bezüglich Medikation und Medikamentengabe zugreifen können.
- eine vollständig digitale Leistungsanforderung und Rückmeldung etwaiger Befunde über syntaktisch, semantisch und organisatorisch interoperable Informationssysteme innerhalb verschiedener Fachabteilungen, z. B. EEG, Labor, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychotherapie und Sozialdienst.
- die Verbesserung der IT-Sicherheit durch die Aktualisierung der Firewall-Systeme und die Implementierung eines Netzwerkkonzepts zur Netzsegmentierung. Seither sind die WLAN-Infrastruktur, das hausinterne Netzwerk sowie das Netzwerk für medizinische Geräte voneinander getrennt, um potenzielle Angriffe abzuwehren.