Prof. Dr. Felix von Podewils
Neurologe, Epileptologe und Ärztlicher Direktor des Epilepsiezentrums Kleinwachau
Prof. Dr. Felix von Podewils ist Facharzt für Neurologie, Epileptologe und Wissenschaftler. Seit dem 1. Juli 2026 ist er Ärztlicher Direktor des Epilepsiezentrums Kleinwachau in Radeberg bei Dresden. In dieser Funktion verantwortet er die strategische und fachliche Weiterentwicklung des medizinischen Bereichs der Fachklinik für Neurologie.
Gleichzeitig bleibt Prof. Dr. Felix von Podewils Leiter des interdisziplinären Epilepsiezentrums für Jugendliche und Erwachsene an der Universitätsmedizin Greifswald, allerdings mit einem reduzierten Stellenanteil. Damit verbindet er seine langjährige klinische und wissenschaftliche Arbeit in Greifswald mit der strategischen Weiterentwicklung des Epilepsiezentrums Kleinwachau.
Schwerpunkt Epileptologie
Die berufliche und wissenschaftliche Laufbahn von Prof. Dr. Felix von Podewils ist eng mit der Epileptologie verbunden. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören insbesondere der langfristige Verlauf idiopathischer beziehungsweise genetisch generalisierter Epilepsien, darunter die juvenile myoklonische Epilepsie. Weitere Forschungsfelder sind autoimmune Epilepsien, Immunreaktionen nach epileptischen Anfällen sowie klinische Merkmale und Labor- und Liquorparameter bei Epilepsien im höheren Lebensalter.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik. Bereits während seiner wissenschaftlichen Laufbahn beschäftigte er sich mit bildgebenden und elektrophysiologischen Verfahren zur Diagnostik von Epilepsien. 2010 absolvierte er ein Research Fellowship im Bereich Elektrophysiologie und Magnetenzephalographie an der Cleveland Clinic Foundation in Cleveland, Ohio.
Wissenschaftliche Laufbahn
Prof. Dr. Felix von Podewils studierte von 2000 bis 2006 Humanmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und absolvierte Studienaufenthalte in Toronto und Sydney. Nach seiner Promotion 2009 war er als Assistenzarzt an der Universitätsmedizin Greifswald tätig und erwarb 2013 die Facharztanerkennung für Neurologie. 2010 absolvierte er ein Research Fellowship für Elektrophysiologie und MEG an der Cleveland Clinic Foundation in Cleveland. 2015 erwarb er den Master of Health Business Administration (MHBA) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
2016 erhielt von Podewils die Venia legendi für Neurologie an der Universitätsmedizin Greifswald. Seine Habilitation befasste sich mit der juvenilen myoklonischen Epilepsie und den Faktoren, die deren klinischen und sozialen Langzeitverlauf beeinflussen. Im selben Jahr wurde er Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurologie und übernahm die Leitung des interdisziplinären Epilepsiezentrums für Jugendliche und Erwachsene.
Klinische und wissenschaftliche Verantwortung in Greifswald
An der Universitätsmedizin Greifswald ist Prof. Dr. Felix von Podewils seit 2016 Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurologie sowie Leiter des interdisziplinären Epilepsiezentrums für Jugendliche und Erwachsene. Seit März 2024 leitet er dort außerdem das Medizinische Behandlungszentrum für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB).
Darüber hinaus ist er seit 2016 Ausbilder für Elektroenzephalographie (EEG) der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN).
Auch in Forschung und Lehre ist von Podewils weiterhin aktiv. Die von ihm geleitete Arbeitsgruppe Epileptologie der Universitätsmedizin Greifswald beschäftigt sich unter anderem mit der Vorhersage und dem Langzeitverlauf genetisch generalisierter Epilepsien, autoimmunen Epilepsien und Immunreaktionen nach epileptischen Anfällen.
Ärztlicher Direktor des Epilepsiezentrums Kleinwachau
Zum 1. Juli 2026 übernahm Prof. Dr. Felix von Podewils die Position des Ärztlichen Direktors des Epilepsiezentrums Kleinwachau. Er verantwortet die strategische und fachliche Weiterentwicklung des medizinischen Bereichs. Mit Dr. Peter Hopp und Susan Rege bildet er das neue Leitungsteam der Fachklinik für Neurologie. Ziel der neuen Leitungsstruktur ist es, medizinische Qualität, Innovation, Digitalisierung und strategische Entwicklung zu verbinden und Kleinwachau als überregional anerkanntes Zentrum für Diagnostik, Therapie und Forschung in der Epileptologie weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die medizinische Versorgung von Erwachsenen mit Behinderungen. Seit März 2024 leitet Prof. Dr. Felix von Podewils das Medizinische Behandlungszentrum für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB) der Universitätsmedizin Greifswald. Seine neurologische und epileptologische Expertise verbindet er dabei mit den besonderen Anforderungen an Diagnostik und Behandlung von Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen.
Lebenslauf Prof. Dr. Felix von Podewils
- 2000–2006 Studium der Humanmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
- 2004 Mehrmonatiger Auslandsstudienaufenthalt in Toronto, Kanada
- 2004–2006 Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung
- 2006 Mehrmonatiger Auslandsstudienaufenthalt in Sydney, Australien
- 2006–2013 Assistenzarzt an der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Greifswald
- seit 2008 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie
- 2008–2012 Minifellowship der Arbeitsgemeinschaft für Prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie
- 2009 Promotion in Greifswald
- 2010 Research Fellowship, Electrophysiology/MEG Unit, Cleveland Clinic Foundation, Cleveland, Ohio
- 2010 EMG-Zertifikat der DGKN
- 2012 EEG-Zertifikat der DGKN
- 2013 Facharzt für Neurologie
- 2015 Master of Health Business Administration (MHBA), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- 2015 Zertifikat Epileptologie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie
- 2015 Zertifikat der AG für prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie
- seit 2016 Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsmedizin Greifswald
- 2016 Venia legendi für Neurologie
- seit 2016 Leiter des interdisziplinären Epilepsiezentrums für Jugendliche und Erwachsene, Universitätsmedizin Greifswald
- seit 2016 Ausbilder für EEG der DGKN
- seit 2016 Mitglied der Ethikkommission der Universitätsmedizin Greifswald
- seit 2019 Stellvertretender Vorsitzender der Ethikkommission der Universitätsmedizin Greifswald
- seit Oktober 2022 Mitglied des Landesfachausschusses für Gesundheit, Soziales und Sport Mecklenburg-Vorpommern
- seit 2023 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Medizin für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung e. V.
- seit März 2024 Leiter des Medizinischen Behandlungszentrums für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB), Universitätsmedizin Greifswald
- seit 1. Juli 2026 Ärztlicher Direktor des Epilepsiezentrums Kleinwachau
- seit 1. Juli 2026 Leiter des Epilepsiezentrums der Universitätsmedizin Greifswald mit reduziertem Stellenanteil
Mitgliedschaften und Funktionen
- Arbeitsgemeinschaft für Prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie, Mitglied seit 2008
- Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN), Mitglied seit 2010
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Mitglied seit 2012
- Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE), Mitglied seit 2013
- Deutsche Gesellschaft für Medizin für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung e. V., Mitglied seit 2023
- Medizinischer Verein Greifswald, Mitglied seit 2010
- Medizinischer Verein Greifswald, seit 2015 Schatzmeister
- Ethikkommission der Universitätsmedizin Greifswald, Mitglied seit 2016, seit 2019 stellvertretender Vorsitzender
- Landesfachausschuss für Gesundheit, Soziales und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Mitglied seit Oktober 2022
- Bürgerschaft Greifswald, Mitglied
- Konrad-Adenauer-Stiftung, Stipendiat von 2004 bis 2006, anschließend Altstipendiat
- Die Universitätsmedizin Greifswald weist außerdem verschiedene fachliche Zertifikate von Podewils aus, darunter das EMG-Zertifikat der DGKN aus dem Jahr 2010, das EEG-Zertifikat der DGKN aus dem Jahr 2012 sowie das Zertifikat Epileptologie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie aus dem Jahr 2015.
Auswahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen
- von Podewils F, Geithner J.: Idiopathisch generalisierte Epilepsien – Prädiktoren für eine gute Lebensqualität. Zeitschrift für Epileptologie, 2015.
- Schneider-von Podewils F, Gasse C, Geithner J, Wang ZI, Bombach P, Berneiser J, Herzer R, Kessler C, Runge U.: Clinical predictors of the long-term social outcome and quality of life in juvenile myoclonic epilepsy: 20–65 years of follow-up. Epilepsia. 2014;55(2):322–330.
- Wang Z, Alexopoulos A, Jones S, Najm I, Ristic A, Wong C, Prayson R, Schneider F, Kakisaka Y, Wang S, Bingaman W, Gonzalez-Martinez J, Burgess R.: Linking MRI post-processing with Magnetic source imaging in MRI-negative epilepsy. Annals of Neurology. 2014;75(5):759–770.
- Wang ZI, Ristic AJ, Wong CH, Jones SE, Najm IM, Schneider F, Wang S, Gonzalez-Martinez JA, Bingaman W, Alexopoulos AV.: Neuroimaging characteristics of MRI-negative orbitofrontal epilepsy with focus on voxel-based morphometric MRI postprocessing. Epilepsia. 2013;54(12):2195–2203.
- Schneider F, Wang ZI, Alexopoulos AV, Almubarak S, Kakisaka Y, Nair D, Mosher JC, Najm IM, Burgess RC.: Magnetic Source Imaging and Ictal SPECT in MRI-negative Neocortical Epilepsies: Additional value and comparison with ICEEG. Epilepsia. 2013;54(2):359–369.
- Geithner J, Schneider F, Wang Z, Berneiser J, Herzer R, Kessler C, Runge U.: Predictors for long-term seizure outcome in juvenile myoclonic epilepsy: 25–63 years of follow-up. Epilepsia. 2012;53(8):1379–1386.
- Schneider F, Alexopoulos AV, Wang Z, Almubarak S, Kakisaka Y, Jin K, Nair D, Mosher JC, Najm IM, Burgess RC.: Magnetic source imaging in non-lesional neocortical epilepsy: additional value and comparison with ICEEG. Epilepsy & Behavior. 2012;24(2):234–240.
- Wang ZI, Jones SE, Ristic AJ, Wong C, Kakisaka Y, Jin K, Schneider F, Gonzalez-Martinez JA, Mosher JC, Nair D, Burgess RC, Najm IM, Alexopoulos AV.: Voxel-based morphometric MRI post-processing in MRI-negative focal cortical dysplasia followed by simultaneously recorded MEG and stereo-EEG. Epilepsy Research. 2012;100(1–2):188–193.
- Schneider F, Herzer W, Schroeder HW, Mueller JU, Kolyschkow P, Sommer M, Piek J, Kessler C, Runge U.: Effects of propofol on electrocorticography in patients with intractable partial epilepsy. Journal of Neurosurgical Anesthesiology. 2011;23(2):150–155.
- Literaturliste in der National Library of Medicine