30.06.2026 // Fachklinik
Chefarzt Dr. Mayer geht in den Ruhestand
Als Dr. Thomas Mayer am 1. Februar 2003 seine Tätigkeit als Chefarzt in Kleinwachau aufnahm, brachte er nicht nur große fachliche Erfahrung aus dem Epilepsiezentrum Bethel mit, sondern auch eine klare Vision: Kleinwachau als diakonisches Epilepsiezentrum im Osten Deutschlands zu einem Ort zu entwickeln, der moderne Medizin, Forschung, Menschlichkeit und christliche Werte miteinander verbindet. In 23 Jahren hat er diese Vision Wirklichkeit werden lassen.
Mit dem Ruhestand endet nun seine Zeit als Chefarzt – nicht aber seine Verbundenheit mit Kleinwachau: Einmal pro Woche begleitet er auch weiterhin Patientinnen und Patienten in unserem MZEB (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung).
Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Tätigkeit als Chefarzt in Kleinwachau gehören der Aufbau einer hochprofessionellen und strukturierten Diagnostik, die Eröffnung der Intensiv-Monitoringstation im Jahr 2007 sowie der Ausbau der Epilepsieberatung.
Engagement und Meilensteine
Mit regelmäßigen Symposien und dem Epilepsieforum wurde Kleinwachau zudem zu einem wichtigen Ort des fachlichen Austausches und des Dialogs mit Angehörigen und Betroffenen.
Weitere bedeutende Entwicklungen waren der Aufbau des epilepsiechirurgischen Programms in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Dresden, die Einführung der Ketogenen Ernährungstherapie, der Aufbau des Medizinischen Zentrums für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) sowie allgemein die Stärkung der Behindertenmedizin unter anderem mit dem Neubau der Station 5. Während seiner Amtszeit konnte er drei neue Klinikgebäude einweihen.
Neben seinem Wirken in Kleinwachau engagierte sich Dr. Mayer auch weit über die Einrichtung hinaus für die Epileptologie. Von 2007 bis 2019 war er Erster Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie und holte 2015 die Dreiländertagung mit rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Dresden.
„ Die heutige Stärke und Reputation unseres Epilepsiezentrums Kleinwachau sind in ganz wesentlichen Teilen das Verdienst von Dr. Mayer und damit ein Lebenswerk, dem höchste Anerkennung gebührt. “
Würdigung und Ausblick
Ein besonderer Erfolg ist die Anerkennung Kleinwachaus als Lehrkrankenhaus der Uniklinik Dresden im April 2026 – eine späte, aber bedeutende Würdigung der kontinuierlichen medizinischen Entwicklung des Hauses.
Für die kommende Zeit freut sich der leidenschaftliche Fahrradfahrer darauf, sportlich aktiv zu bleiben, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen und sich seinem großen Hobby, der Literatur, zu widmen. Vielleicht erfüllt sich dabei auch ein lang gehegter Wunsch: einmal selbst ein Buch zu schreiben. Darüber hinaus möchte er sich ehrenamtlich engagieren.
Geschäftsführerin Sandra Stöhr würdigt Dr. Mayer mit persönlichen Worten: „Mein aufrichtiger und besonderer Dank gilt Dr. Thomas Mayer für seinen unermüdlichen Einsatz. Mehr als 23 Jahre hinweg hat er die Kleinwachauer Klinik und das MVZ mit außerordentlichem Engagement, höchster fachlicher Kompetenz und großem persönlichen Einsatz geprägt und weiterentwickelt. Die heutige Stärke und Reputation unseres Epilepsiezentrums Kleinwachau sind in ganz wesentlichen Teilen sein Verdienst und damit ein Lebenswerk, dem höchste Anerkennung gebührt.“
Am 20. Juni 2026, passend zu seinem 67. Geburtstag, wurde Dr. Thomas Mayer mit einem Symposium in Dresden gewürdigt. Der Gottesdienst zu seiner Verabschiedung findet am 2. August 2026 in der Kleinwachauer Kirche statt – gleichzeitig mit der Einführung des neuen Ärztlichen Direktors.